Niemands Butler


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"Niemand log, niemand erfand die Geheimdienstinformationen, niemand fügte gegen den Rat der Geheimdienste etwas ins Dossier ein."
So Tony Blair zu den Ergebnissen von Lord Butlers "Untersuchung" über die Rolle von Geheimdiensten und Regierung im Vorlauf des Irak-Kriegs. Das Problem: Keiner wird ihm glauben. 84 Prozent sagten bereits heute in einer Umfrage, dass Butlers Urteil nicht ihre Meinung von Blair ändere. Die FAZ liefert eine interessante Begründung dafür:
"Lord Butler (..) hat mit dem typisch britischen Vorurteil zu kämpfen, er entstamme dem Establishment, und in diesem Klub kratze ein Gentleman einem anderen nicht die Augen aus."
Nur, dass es hier nicht so wirlich um ein typisch britisches Vorurteil geht. Was die Medien verschweigen: Lord Butler hatte schon immer ein etwas spezielles Verhältnis zur Wahrheit.
"Half the picture can be true",
etwa, "die halbe Wahrheit kann auch stimmen", erklärte er 1996 im Rahmen einer anderen "Untersuchungskommision". Dort sollte er den Behauptungen nachgehen, dass der damalige Tory-Kabinettminister Jonathan Aitken über geheime Treffen und Geschäfte mit saudischen Waffenhändlern gelogen hatte. Lord Butler sprach Aitken von allen Anschuldigungen frei- obwohl er in Wirklichkeit ein Lügner war, wie der Guardian später enthüllte. Aitken wanderte daraufhin ins Gefängnis. Butler wurde von Blair engagiert.


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