Irak: Terror und Widerstand


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Nachdem sie einen Revolver und ein AK-47-Gewehr gefunden hatten, befahlen der Anführer der Einheit, der Feldwebel Michael W., und der Gefreite Brent M. dem Familienvater, ihnen ins Haus zu folgen. Waffenbesitz ist im Irak allerdings auch unter der Zivilbevölkerung wegen der Sicherheitslage durchaus üblich und erlaubt. Im Haus wurden dann nicht mehr allzu viele Worte gewechselt. "Du weißt, was du zu tun hast", soll W. zu M. gesagt haben. Der fragte: "Kann ich ihn erschießen?" Die Antwort: "Erschieß ihn!" M. schoss dem Iraker zweimal in den Kopf.

Ein Mord von inzwischen zwölf bekannt gewordenen Erschießungen von Irakern durch US-Soldaten seit die Videosequenz mit der Hinrichtung eines verwundeten Irakers an die Öffentlichkeit kam. Mindestens 100 Gefangene sind laut Spiegel in Irak, Afghanistan und anderswo gefoltert worden, mehr als zwanzig starben dabei. Nach offiziellen Zahlen. Bei der Erstürmung Falludschas setzt die US-Armee Napalm ein. Doktoren, Journalisten und Kleriker, die Zeuge des US-Massakers werden, werden zum Schweigen gebracht. Insgesamt sind durch den Krieg mindestens 100000 Iraker getötet worden.

Die CIA, mit ihre größten ausländischen Zentrale im Irak vertreten, beurteilt die Aussichten für die Besatzungstruppen immer schlechter. Das ist wenig überraschend. Denn um so mehr das Ausmaß des US-Terrors auf irakischem Boden bekannt wird, um so unwahrscheinlicher wir die Version der Bush-Administration über den irakischen Widerstand. Es braucht keine Politikwissenschaftler, um zu sehen, dass es beim Widerstand im Irak nicht um eine Handvoll "ausländischer Terroristen" geht, sondern um die Auflehnung einer Bevölkerung gegen ihre systematische Terrorisierung.


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