ESF: "London nach Erfurt holen"


Wie weiter für die globalisierungskritische Bewegung nach dem ESF? Interessantes Interview mit Christine Buchholz von Linksruck in der Jungen Welt.


Zeitungen, viele Zeitungen


Hier gibts 200 gescannte Tageszeitungen aus aller Welt- leider nicht die beste Auswahl, aber trotzdem einen Blick wert. ("Daily" im Titel scheint übrigens ein ziemlich sicherer Schrottindikator zu sein)


ESF: Look to the Himalayas


Much has already been said about the ESF last weekend- so let me just quickly direct your atttention to an outrageous scandal that seems to have passed rather unnoticed:
A member of the "World People's Revolutionary Movement" understandably complained at one of the plenary sessions about the future of the anti-capitalist movement that there was no Nepalese speaker at the platform. An outrageous scandal. After all, while people were just debating about how to get to another world at the ESF, this world is already been built in Nepal without people taking notice:

As the imperialist system spews forth a new torrent of reactionary violence, repression, terror and death, cast your eyes to the Himalayas where, in the words of the Internationale , "A better world's in birth!" Starting only in 1996 with a few rifles captured from the enemy, under the leadership of the Communist Party of Nepal (Maoist), a participating RIM party, a powerful people's army has been built up, the great bulk of the countryside has been liberated and political power has been placed in the hands of the peasants, new traditions and culture are flourishing, and virtually the whole society has been united in support of the revolutionary cause. [..]


People of the World, Unite to Defeat the U.S.-UK Aggression and Occupation of Iraq! Peoples of the Middle East, Take Destiny into your own Hands!
Look to the Himalayas, a Better World's in Birth!



FT: "Danke, Schröder"


Ein vor einigen Tagen in der Financial Times Deutschland erschienener Leitartikel verdient Beachtung. Unter der Überschrift "Danke, Rot-Grün" feiert die FTD Schröders Sozialkahlschlag - den größten Angriff auf den Sozialstaat seit dem 2. Weltkrieg.
Zunächst entschuldigt sich die Zeitung dafür, sich bei den Bundestagswahlen 2002 nicht für eine zweite Amtszeit Schröders ausgesprochen zu haben - aber das Ausmaß des rot-grünen Wahlbertruges sei damals schlichtweg nicht erkennbar gewesen:

Wer Empfehlungen ausspricht, sollte sich im Nachhinein auch daran messen lassen.
Im Fall der Position, die die Financial Times Deutschland zur Bundestagswahl
2002 bezogen hat, ist das nicht einfach. Wir hatten uns seinerzeit gegen eine
zweite Amtszeit der Regierung Schröder ausgesprochen. Längst ist jedoch klar,
dass die rot-grünen Wahlaussagen von damals kaum etwas mit der tatsächlichen
Politik der im Herbst 2002 wieder gewählten Koalition zu tun haben

Der Verdienst der rot-grünen Koalition: Die Kräfteverhältnisse zwischen Kapital und Arbeit grundlegend zu verschieben:

Das alte Wort von der deutschen "Mikadogesellschaft" - wer sich bewegt, hat
schon verloren - gilt im Jahre eins nach Gerhard Schröders Agenda 2010
jedenfalls nicht mehr. Heftig gestritten wird heute nicht über das Ob,
sondern nur noch über das Wie der Reformen. Von links bis rechts lautet die
Devise: Deutschlands ökonomische Gasse ist viel zu eng geworden, als dass eine
Wende rückwärts jetzt noch möglich wäre. Der gesellschaftliche "Point of no
Return" für den Umbau des Landes ist überschritten. Ob das die Absicht
der Regierenden gewesen ist oder ob sie Getriebene der teils selbst geschaffenen
Verhältnisse waren, sei dahingestellt. Über das Ergebnis lässt sich durchaus
sagen: Danke, Rot-Grün!

Im letzten Satz droht die Financial Times: "Das neue Deutschland ist nicht mehr aufzuhalten". Das ist vielleicht zu früh gefreut - denn die Hunderttausenden, die in diesem Jahr auf der Straße waren, zeigen ein riesiges Widerstandspotential. Aber um effektiven Protest aufzubuen, ist es nötig mit der von den Konzernen umjubelten SPD zu brechen. Schröders SPD ist nicht das kleinere Übel, sondern der Handlanger der Konzerne. Mit der Wahlalternative Arbeit & Soziale Gerechtigkeit besteht die Möglichkeit, eine Kraft aufzubauen, die dem von der FTD beschworenem neoliberalen "Paradigmenwechsel" ernsthaft entgegenwirken kann.



Search via Google

Letzte Einträge

Archiv

Politische Blogs


Einige Links


ATOM 0.3