Libanon


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Die bürgerlichen Medien überschlagen sich geradezu mit Lobpreisungen für die "Zedernrevolution" im Libanon. Beispielsweise die Taz. Der heutige Taz-Leitkommentar könnte direkt vom US-Außenministerium geschrieben worden sein. Die Redaktion bekennt sich immerhin dazu, die US-Propaganda eins zu eins übernommen zu haben:
"Das Szenario steht, die Kampagne läuft - und ihr wohlfeiles Label stammt direkt aus dem US-Außenministerium: Zedernrevolution. Nach der samtenen in Prag, der orangenen in Kiew nun die baumstarke und bibelträchtige Zedernrevolution in Beirut. Die Demokratie ist auf dem Vormarsch, selbst im despotisch regierten Orient. Dass sie von US-Gnaden ist, mildert die Freude darüber nicht." Weiter im Text: "Die Libanesen haben sich selbst zum Hoffnungsträger der arabischen Welt gemacht." Oder auch: "Eines aber bleibt großartig: Die libanesische Revolte hat der Welt eine Ahnung davon geschenkt, wie die Zukunft Arabiens auch vorstellbar ist, ohne blutrünstigen Islamismus, despotischen Dynastismus oder fanatischen Terrorismus."
Dabei gibt es jedoch ein Haken. Wenig überraschend, hat auch diesmal die US-Propaganda über die Befreiung von Völkern im Nahen Osten mit der Realität wenig gemeinsam. Zum einen wird die Opposition wird die Lebensverhältnisse der Menschen nicht verbessern. Vor allem jedoch werden die Entwicklungen dazu genutzt um Syrien in die Ecke zu drängen, um die Neuordnung des Nahen Ostens im Interesse der Neokonservativen in Washington weiter voranzutreiben. Bassem Chit, ein Libanesischer Aktivist, liefert Fakten über die Opposition:
Most of these parties have participated in ruling Lebanon since the end of the war.
All these parties had militias during the civil war, all took part in sectarian massacres and terrorism. All the parties have, at some point, co-operated in eroding Lebanon’s democracy.
They have all supported the rule of the security services, both Lebanese and Syrian, and have voted for harsh neo-liberal policies that have seen rises in poverty and unemployment, and cuts in pensions and health provisions.
One of the demands of the opposition is independence for Lebanon, yet they are happy to support the policies that allow the US to dominate the region—most of them do not object to the presence of 150,000 US troops in Iraq.
The main opposition leader, Walid Jumblatt, supports the US and France meddling in Lebanon. The US ambassador to Lebanon, Jeffrey Feltman, was active in helping to coordinate the opposition. Feltman’s previous post was as the head of the Coalition Provisional Authority in the Irbil province in Iraq. The US is using the political crisis in Lebanon to put pressure on Syria — next on its target list for regime change.

Mehr Hintergrundinformationen zur Geschichte des Imperialismus in Libanon hier und hier.


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