FTD-Umfrage: "Kapitalismus? Nein Danke"


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Wenn Kapitalismus eine Aktie wäre, würde der Kurs jetzt wahrscheinlich vom Börsenhandel ausgesetzt werden. Die Ergebnisse einer aktuellen Financial Times-Umfrage sind verherrend (nicht online):

Knapp drei Viertel der von Ipsos befragten 1000 Deutschen vertraten die Ansicht, die Wirtschaft habe mehr Einfluss auf die Verhältnisse in Deutschland als die Politik. Davon meinten 69 Prozent, dies sei eher schlecht. Befragte mit höherer Bildung und mehr Einkommen schätzten den Einfluss der Wirtschaft größer ein als der Rest der Bevölkerung.

Sogar 78 Prozent unterstützten die Aussage, für die Unternehmen seien Menschen nur noch ein Kostenfaktor - wie Maschinen. "Das Verhältnis von Politik und Wirtschaft ist nach Ansicht der Deutschen aus dem Lot geraten", sagte Christian Holst von Ipsos.

Allerdings stimmen 71 Prozent auch der Aussage zu, Unternehmen könnten sich den Zwängen der Märkte nicht entziehen - selbst wenn sie wollten. 89 Prozent der Befragten lehnten das Diktum des britischen Nationalökonomen Adam Smith ab, allen gehe es besser, wenn jeder zuerst an seine eigenen Interessen denke. (FTD, 29.4.2005)

Die Frankfurter Rundschau berichtete schon vor einiger Zeit über den "Datenreport 2004" des Statistischen Bundesamtes. Das Ergebnis ist im Kontext der aktuellen Kapitalismus-Debatte bemerkenswert:

Den Sozialismus halten 79 Prozent der Ost- und immerhin die Hälfte der Westdeutschen für eine "gute Idee", natürlich nur im Prinzip und nicht in seiner elenden Umsetzung.(FR, 18.9.2004)


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