Galloway: Kriegsgegner vs. US-Regierung


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Das politische Establishment in Großbritannien haben den linken Kriegsgegener George Galloway schon immer gehasst. Aber seit seinem Wahlsieg vor zwei Wochein ist er zum Abschuss freigegeben. Der Medien-Redakteur des britischen Guardian konstatierte: "Die Medien wollen Galloway begraben sehen."

Der Grund dafür ist klar: Galloway ist nicht nur einer der bekanntesten Kriegsgegner in Großbritannien. Mit seinem Einzug in britische Parlament wurde die neue britische Linkspartei Respect zu einem ernsthaften Faktor in der politischen Arena. Erstmals seit Jahren ist damit eine ernsthafte Herausforderung zu der Politik der etablierten Parteien entstanden, die eine Politik fordert, die sich nach Menschen ausrichtet und nicht nach Profiten. Die Antwort des Establishments darauf war eine Lügenkampagne, die George Galloway heute nach Washington geführt hat.

Der Senatsausschuss über das "Öl für Lebensmittel"-Programm hatte einen Bericht veröffentlicht, wonach Galloway Bestechungsgelder akzeptiert habe. Dieser Vorwurf war nichts neues. Der britische Daily Telegraph hatte vor knapp einem Jahr ähnliche Anschuldigungen hervorgebracht. Alle Dokumente, die das belegen sollten, stellten sich in dem folgenden Gerichtsprozess als Fälschung heraus. Der Verlag musste 150 000 Pfund für diese Verleumdungskampagne an Galloway zahlen. Das Geld konnte gut gebraucht werden- für den Wahlkampf von Respect.

Auch die Dokumente des US-Senats haben sich inzwischen als Fälschung herausgestellt. Als recht grobe Fälschung sogar. Heute erschien Galloway dann vor dem US-Senat. Diplomatisch formuliert, kann man sagen, dass Galloway den Senatsausschuss recht schlecht aussehen ließ. Es war großes Kino.

Beispiel: Im Bericht des Senatsausschusses stand, Galloway habe Saddam Hussein "viele Male"getroffen. Galloway dazu:
"I have had two meetings with Saddam Hussein, one in 1994 and once in August of 2002. By no stretch of the English language can that be described as many meetings with Saddam Hussein. I have met Saddam Hussein exactly the same number of times as Donald Rumsfeld met him. The difference is that Donald Rumsfeld met him to sell him guns and to give him maps the better to target those guns. I met him to try to bring about an end to sanctions, suffering and war. .. I was an opponent of Saddam Hussein when British and American governments and businessmen were selling him guns and gas."

Der Senatsausschuss hatte Galloway verurteilt, ohne ihn auch nur ein einziges Mal zu den Vorwürfen anzuhören. Galloway kommentierte: "Now I know that standards have slipped over the last few years in Washington, but for a lawyer, you are remarkably cavalier with any idea of justice".

Eine brilliante Vorstellung. Ansehen.


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