Neue Wut auf dem Sozialforum


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Standing Ovations bei der Premiere: Beim Sozialforum in Erfurt wurde Martin Keßlers Dokumentarfilm "Neue Wut" beigeistert aufgenommen. Der erste Diskussionsbeitrag nach dem Film: "Lasst uns jetzt eine Spontandemo machen." So euphorisch war die Stimmung auf dem Sozialforum selten. Der Dokumentarfilm zeigt das Entstehen der Bewegung gegen Hartz IV und entlarvt im besten Michael Moore-Stil die hohlen Phrasen der Politiker. Neue Wut ist das Fahrenheit 9/11 der Bewegung gegen Sozialkahlschlag.
Gleichzeitig zeigte der Dokumentarfilm eine Schwäche des Sozialforums: Dass nicht über die Linkspartei geredet werden sollte, obwohl die Diskussion allgegenwärtig war. Eine SPD-Mitglied beschwerte sich nach der Neue Wut-Premiere, dass der Film auf dem Sozialforum gezeigt wurde. Denn der Film sei "Agit-prop" für die Linkspartei. Das ist Neue Wut mit Sicherheit nicht. Aber der Film verdeutlicht eine Tatsache: Dass die Gründung der WASG auch ein unmittelbares Produkt der Protestbewegungen ist. Diese künstliche Trennung zwischen Bewegung und Linkspartei hat dem Sozialforum nicht gut getan. Eine offensive Auseinandersetzung mit der Linkspartei, auch mit den Problemen, hätte vielmehr an der realen Diskussion in der Bewegung angeknüpft. Nicht umsonst war die einzige Veranstaltung zu der Linkspartei eine der größten auf dem Sozialforum. Neue Wut ist auf jeden Fall höchstempfehlenswert: Hier steht, wann und wo der Film zu sehen ist.


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